Eschweiler - Stadt am Wasser

Lieber Eschweilerinnen und Eschweiler!

Nadine Leonhardt, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler und Bürgermeisterkandidatin der SPD Eschweiler
Nadine Leonhardt, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler und Bürgermeisterkandidatin der SPD Eschweiler

In den Sechzigerjahren wurde die Entscheidung getroffen, die Inde in ein starres Korsett zu pressen, um die Innenstadt vor Hochwasser zu schützen. Ein solches Vorgehen würde man heute wohl nicht wiederholen. Die Maßnahme entsprach damals aber dem Stand der Technik.

Ich glaube daran, dass vereinte Kräfte den Fluss im Herzen unserer Stadt erlebbarer, für die Allgemeinheit nutzbarer und für die Zukunft Eschweilers deutlich gewinnbringender gestalten können.

Denn: Inde. Einkaufsstadt. Strukturwandel. Das ist kein Widerspruch.

Die Indestraße, mit der parallel verlaufenden Inde, stellt im Verlauf der Eschweiler Innenstadt einen bislang nicht gehobenen Schatz dar.

Als ersten Schritt möchte ich Sie, die Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, sich mit Ihren Ideen und Vorstellungen zur Gestaltung der Innenstadt rund um die Inde einzubringen. Die gemeinsam mit Ihnen entwickelten Vorstellungen werden dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie konkret untersucht werden.

Wie kann und soll die Innenstadt rund um die Inde zukünftig aussehen? Was ist aus Ihrer Sicht wichtig? Sie können uns Ihre Ideen und Vorstellungen mit Hilfe des untenstehenden Kontaktformulars zusenden. Ich freue mich über alle Formate: Ob kurze Texte, in denen Sie Ihre Ideen beschreiben, erläuternde Fotos, Grafiken oder auch kreative Zeichnungen.

Neben dem Kontaktformular zur Einreichung Ihrer Ideen finden Sie untenstehend auch das Konzept „Eschweiler – Stadt am Wasser. Die Entwicklung der Eschweiler Innenstadt zukunftsbejahend und ohne ein Verbot von Visionen, mutig neu denken.” der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Eschweiler.

Ihre

 

 

Nadine Leonhardt

 

Die Entwicklung der Eschweiler Innenstadt zukunftsbejahend und ohne ein Verbot von Visionen, mutig neu denken.

Ein Bekenntnis zum Leben am Fluss.

Die Leuchtende

Die Inde in der Innenstadt

Unsere Heimatstadt Eschweiler wird und wurde in der Vergangenheit mit den verschiedensten Begriffen umschrieben: „Indestadt“, „Einkaufsstadt Eschweiler“, „Karnevalshochburg“, „Braunkohlestadt“ und „Eschweiler – Mit Energie in die Zukunft“.

Doch kaum etwas im Erscheinungsbild der Stadt prägt Eschweiler so, wie der Fluss, der die Stadt durchschneidet.

Es gibt kaum einen Eschweiler oder eine Eschweilerin, der bzw. die nicht eine ganz persönliche Anekdote mit der Inde verbindet. Ihr Name lässt sich aus dem Keltischen ableiten und bedeutete einst „die Leuchtende“. Über viele Jahrzehnte war es schwer geworden, in der Inde noch Leuchtendes zu erkennen. Schwebstoffe und andere Einträge trübten das Erscheinungsbild des Gewässers sprichwörtlich. Gebirgsklar ist die alte Dame Inde sicherlich auch heute noch nicht. Ihre Wasserqualität aber hat sich deutlich und auch sichtbar verbessert.

Aus Sachzwängen heraus wurde einst die Entscheidung getroffen, die Innenstadt vor Hochwasser zu schützen und dazu die Inde in ein starres Korsett zu pressen. Ein Vorgehen, das man mit heutigen Erkenntnissen nicht wiederholen würde, das aber damals dem Stand der Technik entsprach.

Den Fluss für die Menschen erlebbar zu machen, haben mehrere Generationen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker verwirklichen wollen. Der große Wurf gelang aber nie. Technische Aspekte, die Vergeblichkeitsfalle durch Soziallasten getrübter Haushalte, Fragen der Akzeptanz, aber auch das Alltagsgeschäft und vielleicht mangelnder Mut zu immer auch mit Risiken behafteter Visionen, hatten sicherlich ihren Anteil hieran.

Und dennoch: Kleine und auch schöne Schritte wurden getan. Ist außerhalb der Innenstadt die Inde längst an vielen Stellen renaturiert und darf vielerorts wieder in ihrem ureigenen Verlauf mäandrieren, ist dies im Herzen der Stadt so nicht umsetzbar.

Einer der kleinen Schritte war aber die Umgestaltung der Uferstraße, in deren Rahmen eine kleine Überragung des so häufig z.B. in Karnevalsliedern besungenen Gewässers umgesetzt wurde. Geht man heute durch die Uferstraße und verweilt einige Zeit dort, kann man sehr schnell Menschen entdecken, die nicht nur das gastronomische Angebot am Wasser nutzen, sondern an der Überragung innehalten, den Blick aufs Wasser werfen und der Inde ein wenig näher sind.

In der Vergangenheit gab es bereits Überlegungen, die Inde im Herzen der Stadt mit Treppen bzw. stufenweise angeordneten Sitzreihen, ähnlich dem Prinzip römischer Amphitheater oder den Rheinterassen in Köln-Deutz, erlebbar, fassbar und zugänglich zu machen. Zu Ende gedacht, geschweige denn verwirklicht, wurde die Idee nie. Bedenken, dass Ratten so ungehinderter das Flussbett verlassen könnten und der Mangel an finanziellen Mitteln sowie Erwägungen des Umweltschutzes verhinderten letztlich, dass der Ansatz weiterverfolgt wurde.

Ich glaube daran, dass vereinte Kräfte den Fluss im Herzen unserer Stadt erlebbarer, für die Allgemeinheit nutzbarer und für die Zukunft Eschweilers deutlich gewinnbringender, als bislang, entwickeln können. Ich bin bereit, mich in diesem Sinne aktiv einzubringen.

Die Einkaufsstadt

Die Neustraße

Eschweilers südliche Innenstadt wurde in den vergangenen Jahren mit millionenschweren öffentlichen Investitionen modernisiert.

Vom Talbahnhof, über den Bereich rund um das Amtsgericht, von der Marienstraße, der Rosenallee, der Grabenstraße, der Neustraße bis hin zur Englerthstraße, wurde das „Plätze-Wege-Plätze“-Konzept konsequent verfolgt und attraktiv umgesetzt.

Auch die Ertüchtigung und Modernisierung der nördlichen Innenstadt liegt inzwischen bereits einige Jahre zurück. Unter anderem sind hierbei die Neugestaltung des Marktplatzes und der Peter-Paul-Straße zu nennen.

Den Titel Einkaufsstadt trägt Eschweiler auch heute noch zu Recht. Auch wenn nicht jedes individuelle Interesse zu jedem Zeitpunkt zu 100 % berücksichtigt werden konnte, traf der Rat der Stadt Eschweiler in der Vergangenheit bezüglich der Ansiedlung von Gewerbe doch immer abgewogene Entscheidungen. Potentiell innenstadtschädliche Entscheidungen wurden gemieden, der Besatz bei Neuausweisungen immer mit Bedacht gewählt.

Eine große Investition steht mit dem neuen Rathaus-Quartier in den Startlöchern und zeigt, wie attraktiv unsere Stadt immer noch ist. Dennoch kann nicht ignoriert werden, dass die Gesellschaft im Wandel ist. Ein noch vor wenigen Jahren undenkbares Einkaufverhalten in Richtung von Onlinegeschäften nimmt dynamisch an Fahrt auf.

Alleine der US-amerikanische Onlineversandhändler Amazon erzielt auf dem deutschen Markt einen Umsatz von rund 20 Mrd. US-Dollar. Lieferzeiten werden immer kürzer, Versandkosten fallen bei Bestellungen häufiger weg und das Angebot wird immer umfänglicher. Nicht zuletzt die ständig steigenden Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, machen Einkauf im Internet und die anschließende Lieferung bis vor die Haustüre attraktiv. Deutschlandweit leidet die niedergelassene Kaufmannschaft unter dem Phänomen des Onlinehandels. Dieses Phänomen kann auch in Eschweiler nicht ignoriert werden. Und es wird nicht ignoriert. Qualitativ hochwertige Beratung, freundlicher Service, gute Erreichbarkeit, ausreichende Parkplätze und ein einladendes Umfeld sind die Antworten der in der Eschweiler Innenstadt niedergelassenen Einzelhändler dar.

Nicht hoch genug gelobt werden kann in diesem Zusammenhang das Wirken des Citymanagement Eschweiler e.V. und seiner seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiven Mitglieder. Sie halten den Handel zusammen, organisieren Stadtfeste von überregionalem Ansehen und sind unverzichtbare Säule für ein liebens- und lebenswertes Eschweiler mit Einkaufsflair und Aufenthaltsqualität. Noch so gute Arbeit, Service, Engagement und Bekenntnis zur Stadt, können dennoch nicht ohne politische Hilfe den Tendenzen eines dynamischen und sich drastisch ausweitenden Onlinehandels erfolgreich begegnen.

Will die Einkaufsstadt Eschweiler eine solche bleiben, wird man die Kräfte von Handel, Politik, Verwaltung und visionärer Stadtplanung auf eine neue Stufe heben müssen.

Die Braunkohlestadt

Bandsammelpunkt für den Transport der Braunkohle im Tagebau Inden
Bandsammelpunkt für den Transport der Braunkohle im Tagebau Inden

Am Rande des Rheinischen Reviers gelegen, ist Eschweiler ohne Zweifel eine Braunkohlestadt. Der Gewinnung und Verstromung von Braunkohle in Inden und Weisweiler, haben die Stadt und ihre Menschen wirtschaftlich viel zu verdanken. Mit der Förderung von Braunkohle gehen aber auch Belastungen einher, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Alles in Allem hat Braunkohle „genommen“ und sie hat „gegeben“.

Zur Energiewende und dem damit verbundenen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung gibt es unterschiedlichste Auffassungen. Dies gilt insbesondere für einen Zeitplan zum Ausstieg aus der Stromgewinnung mittels fossiler Brennstoffe. Ohne Zweifel aber, ist der Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung beschlossene Sache.

Dem Abschlussbericht der auf Bundesebene angesiedelten „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ folgend, haben Bund und Länder jüngst Hilfen für die vom Strukturwandel betroffenen Regionen beschlossen.

Eschweiler ist Standort eines Braunkohlenkraftwerks und Anrainerkommune des Tagebaus Inden. Die Indestadt ist folglich vom Strukturwandel direkt betroffen.. Durch intelligente Gewerbeansiedlungspolitik der vergangenen Jahre bereitet sich Eschweiler schon lange auf das vor, was die Zukunft bringen wird.
Ich will in unserer Stadt auch in Zukunft gut bezahlte und tarifgebundene Arbeitsplätze in verschiedenen Industrien.. Neben klugen Ansiedlungsstrategien für neue, alternative Industriearbeitsplätze, müssen wir die zukünftige Entwicklung unserer Stadt auch mehrdimensional denken.

Denn: Der Strukturwandel wird zwar durch bundespolitische Entscheidungen beschleunigt, er wird aber auch durch bundespolitische Hilfe abgemildert. Industriearbeitsplätze, volllaufende Gewerbegebiete, fast ideale Erreichbarkeiten zur BAB 4 und BAB 44, stellen die eine Dimension dar. Die Andere stellt nach unserer festen Überzeugung die Überführung unserer Innenstadt in eine neue Zeit dar. In eine Zeit, in der wir Onlinehandel und geändertem Einkaufverhalten mit neuen Ideen für die Einkaufsstadt begegnen.. Diese Idee bedürfen eines Aufbruchs und Zusammenwirkens einer ganzen Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ich bin dazu bereit, meine Ideen und Möglichkeiten einzubringen.

Kein Dreiklang, aber auch kein Widerspruch.

Inde. Einkaufsstadt. Strukturwandel.

Was wir uns konkret vorstellen:

1 Sie, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sind eingeladen, sich an einer Ideensammlung zur Zukunft der Inde und der Indestraße zu beteiligen. Senden Sie mir Ihre formulierten Ideen, Zeichnungen, Skizzen und Bilder. Entweder über das Kontaktformular auf dieser Seite oder per E-Mail oder Briefpost.

2 Im Anschluss werden die gesammelten Ideen ausgewertet und nach etwaigen Überschneidungen sortiert. Dies soll als erstes Meinungsbild der Bürgerinnen und Bürger Eschweilers dienen.

3 Im Anschluss ist im Rahmen einer Machbarkeitsstudie durch ein Büro für Stadtentwicklung eine Umgestaltung der Indestraße – auf einem noch zu bestimmenden Streckenabschnitt – zu eruieren. Dabei sind aktuelle und zukünftige Verkehrsströme adäquat sowie eine mögliche Umgehungsstraße, nördlich der Bundesautobahn 4, zur Entlastung der Innenstadt bei Staulagen, mit einzubeziehen.

4 Parallel hierzu soll ein Ideenwettbewerb unter Studierenden der Stadtplanung und des Städtebaus für eine Vision der Umgestaltung der Indestraße bei gleichzeitigem Zugänglichmachen der Inde für die Bevölkerung ausgeschrieben werden. Zur Attraktivierung ist ein durch den Rat der Stadt Eschweiler und durch Haushaltsmittel zu bestreitendes, maßvolles, Preisgeld zu beschließen.

5 Eine potentielle vollständige Umgestaltung der Indestraße im Bereich der Innenstadt kann je nach Ausgestaltung „Filetstücke“ auf der jetzigen Fahrbahn heben und freigeben. Es sollen Workshops mit/unter Beteiligung der Bevölkerung veranstaltet werden. Unter Einbeziehung von Citymanagement e.V. und weiteren Interessierten sollen Ideen für die Nutzung dieser Flächen entwickelt werden. Hier sollen auch Ihre Ideen einfließen.

Zu guter letzt

Denken Sie zusammen mit mir Eschweilers Zukunft neu.

Ich will keine Utopien, verschließe mich aber ausdrücklich nicht Visionen.

Lassen Sie uns zusammen die „Stadt am Wasser“ Wirklichkeit werden lassen.

Gemeinsam, fraktions- und parteiübergreifend, mit externen Fachleuten, mit jungen Studierenden und mit den Kindern unserer Stadt entwickeln wir gemeinsam eine Vision.

Jetzt ist die Zeit dafür!

Jetzt sind Sie gefragt.

Senden Sie uns Ihren Beitrag.

Hier können Sie Ihre Ideen und Vorstellungen mitteilen!

Ob kurze Texte, in denen Sie Ihre Ideen beschreiben, erläuternde Fotos, Grafiken oder auch kreative Zeichnungen. Alles ist erlaubt!

Bitte beachten Sie, dass über das unten stehende Formular nur Dateien bis zu einer Größe von 10 Megabyte eingesendet werden können. Folgende Dateitypen sind erlaubt: GIF, PNG, JPG, JPEG, PDF, DOC, DOCX

Wenn Sie Ihre Einsendung per E-Mail vornehmen wollen, nutzen Sie bitte die E-Mail-Adresse ihre-idee@stadt-am-wasser.de

Einsendungen per Briefpost bitte an

SPD-Stadtverband Eschweiler
Reuleauxstraße 1
52249 Eschweiler

Alle Beiträge sollen Mitte Juni auf dieser Seite zusammengestellt werden.

Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!